Ich wünsche mir eine Welt,
- in der alle Menschen sorglos leben können,
- in der alle wieder saubere Luft atmen können,
- in der alle freien Zugang zu sauberem Wasser haben und dieses kostbare Gut schätzen und schützen,
- in der lebenswichtige Güter fair verteilt werden,
- in der alle genügend gesunde, abwechslungsreiche Nahrung haben,
- in der allen wirksame medizinische Versorgung kostenlos zur Verfügung steht,
- in der allen genügend Energie zur Verfügung steht, um angenehm leben zu können,
- dass die Art, wie die Energie produziert wird, nicht unsere Lebensgrundlagen zerstört,
- in der alle sich bedarfsgerecht eingerichtetes Wohnungseigentum leisten können,
- in der alle mehr Zeit für sich selbst haben,
- in der Wettbewerb durch Kooperation ersetzt wird,
- in der Arbeitskräfte rar und deshalb hoch geschätzt sind,
- in der positives Feedback, Loben, hilfreiche Tipps (statt destruktiver Kritik) Standard sind,
- in der nicht Angst sondern Begeisterung die Menschen antreibt,
- in der die Menschen friedlich zusammen leben,
- ohne Vorurteile
- in der Andersartigkeit nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung empfunden wird,
- in der sich Menschen gegenseitig den Rücken stärken,
- in der die Worte Herrschaft und Macht aus dem Wortschatz gestrichen werden,
- in der Ausbeutung durch Fairness ersetzt wird,
- in der nach den Stärken und nicht nach den Schwächen gesucht wird,
- in der allen Menschen der Weg zur Bildung offen steht,
- in der Menschen ihren Worten auch Taten folgen lassen,
- … wird fortgesetzt
Wenn Sie die Welt ganz neu gestalten könnten – wie würde sie dann aussehen?
(Sorry, wenn ich manchmal als “EineBessereWelt” schreibe und die Antworten als “Perfectlearning” kommen. Irgendwie habe ich das noch nicht herausbekommen, wie ich mich als EineBessereWelt einloggen und Antworten geben kann. Wenn jemand einen Tipp hat, im Voraus vielen Dank.)
Ich weiß nicht ganz wie ernst Ich diesen Blog nehmen soll. Das sind alles sehr schwammig formulierte Ziele und geht mit einem Idealismus einher, der jeglicher menschlicher Psychologie widerspricht.
Mal frei nach Bertold Brecht: “Ein guter Mensch, wer wär’s nicht gerne. Doch die Verhältnisse, die sind nicht so.”
Trotzdem viel Erfolg.
Tut mir leid, dass ich Ihren Kommentar erst jetzt freigeschaltet habe. Ich habe erst neu mit dem Blog angefangen und die Tricks und Kniffe anscheinend noch nicht so richtig heraus.
Ja, die Ziele sind schwammig formuliert, weil ich nicht alleine bestimmen will, wo es lang geht, sondern die Ziele erst mit einer ausreichend großen Gemeinschaft gemeinsam formulieren möchte.
Idealismus? Klar! Es ist eine ganz gute Technik beim Entwickeln von Zielen erst einmal eine Vision zu entwickeln und sich nicht von vorn herein zu enge Grenzen zu setzen. Denn die Meisten von uns denken viel zu begrenzt und wissen gar nicht, was alles möglich ist. Wenn die Vision dann tatsächlich auch für eine große Gemeinschaft nicht umsetzbar ist, kann man immer noch zurückstecken und sehen, was sich denn nun verwirklichen lässt.
Gerade Ihren Kommentar deute ich so, dass Sie selbst nicht daran glauben, dass wir gemeinsam viel bewegen können. Doch schauen Sie sich doch an, was unsere Mitmenschen schon “angeblich Unmögliches” erreicht haben. Und daran möchte ich gerne anknüpfen. Ich möchte Menschen finden und aktivieren, die gleiche oder ähnliche Ziele haben wie ich und endlich in Aktion treten und etwas bewegen. Und ich bin sicher, gemeinsam können wir etwas Großes und Tolles für unsere Welt erreichen.
Das Problem mit dem Brecht-Zitat ist, dass es impliziert, unser Verhalten sei von den äußeren Verhältnissen abhängig. Dabei ist es im Grunde stärker von unseren Überzeugungen und Gedanken abhängig.
Nur ein klitzekleines Beispiel aus dem Alltag: Auch wenn alle über die rote Ampel laufen, ich kann doch stehen bleiben. Auch wenn alle Steuern hinterziehen, ich kann es sein lassen. Ich muss es nur für richtig halten, wollen und dann tun. Das hat mehr mit eigenen Entscheidungen, als mit dem Verhalten anderer oder den Verhältnissen zu tun, denke ich.
Danke. Ihre Antwort hilft mir gerade auch aus einem kleinen Tief heraus. Momentan habe ich das Gefühl, dass alle versuchen, Ihren Verpflichtungen aus dem Weg zu gehen und möglichst viel Nutzen aus der Gemeinschaft zu ziehen. Man hat das Gefühl, wenn man ehrlich ist, ist man der Dumme. Aber ja, auch wenn viele tricksen, wo es nur geht, so hat man doch ein ruhigeres Gewissen, wenn man sich an die Gesetze und Normen hält. Außerdem gibt es eine Menge guter Einrichtungen in unserem Land und die müssen schließlich finanziert werden. Also leiste ich meinen Beitrag wie es sich für Menschen, die noch Werte haben, gehört. Und ich bin sicher, da gibt es noch viele weitere ehrliche Menschen. Mit diesen möchte ich mich gerne zusammen tun und gemeinsam an einer besseren Welt arbeiten.
Ich wünsche mir eine Welt, in der jeder Mensch (der dies möchte) Wohneigentum für den Eigenbedarf (Standard-, nicht Luxus-Klasse) erwerben und behalten kann. Das heißt:
Erwerb und Besitz von Wohneigentum darf nicht besteuert werden.
Der Erwerb von Wohneigentum muss für alle erschwinglich sein.
Der Erwerb von Wohnraum kostet den Käufer, der seinen Kauf mit Hilfe von Bankkrediten finanzieren muss, heutzutage ca. das Doppelte vom Kaufpreis.
Zinslose Darlehen wären in der Hälfte der Zeit zurückgezahlt. Von diesem Zeitpunkt an müsste der Wohneigentümer keine Miete mehr bezahlen und wäre nicht mehr auf so hohe Löhne angewiesen. Ein Halbtagsjob würde genügen und man könnte sich mehr der Erziehung der Kinder, ehrenamtlichen Tätigkeiten, der Erhaltung der eigenen Gesundheit usw. widmen. Wenn jeder nur noch die halbe Zeit arbeiten würde, wäre dann auch wieder genug Arbeit für alle da. Arbeitslosigkeit verschwindet, Sozialausgaben und Kosten für das Gesundheitswesen sinken.
Das Ansparen eines Vermögens für den Erwerb von Wohnraum darf nicht durch Besteuerung der Zinsen erschwert werden.
Wenn zinsfreie Darlehen nicht möglich sind, dann wenigstens zinsvergünstigte Darlehen und Steuervergünstigungen wie beim Erwerb von Wohnraum, der vermietet und verpachtet wird.
Dies ist ein Aufruf an alle Erdenbürger: Wer teilt diese Vision mit mir, will sie gemeinsam mit mir weiter ausbauen und umsetzen? Alleine sind wir machtlos. Wenn wir uns aber zusammenschließen können wir diese Vision verwirklichen.
Hi,
ich beschäftige mich aktuell genau mit dieser Frage.
Cool, dass Du mich über Twitter gefunden hast und ich dann diesen Blog finden konnte
Den ersten Punkt habe ich für mich anders beantwortet. Ich gehe davon aus, dass jeder Mensch bei Geburt das gleiche Recht auf Grund und Boden hat. Damit teilst Du die Masse an ertragreichem Boden / Anzahl der Menschen = Wieviel Grund steht jedem Bedingungslos zu. Darauf kann er dann bauen, was er will solange es andere nicht gefährdet.
In Deutschland würde ein 4-köpfige Familie dann 20.000 qm Grund bekommen.
Das wäre natürlich eine sehr gerechte Lösung. Auch solche Ideen hatte ich schon gehabt. Allerdings gäbe es ein paar Menschen, die sich bei einer Enteignung ungerecht behandelt fühlen würden. Und die Bevölkerungszahlen ändern sich ja auch ständig. Da würde einem ständig Land gegeben und wieder weggenommen, und da ja nicht alles Land gleich ist, ginge sofort wieder der Streit um die besten Landstücke los.
Deshalb bin ich eben auf die Idee gekommen erst einmal klein und überschaubar zu beginnen. Dass wir, wenn wir eine genügend große Interessengemeinschaft bilden es durchbekommen könnten, dass Wohnraum bis zu einer bestimmten Größe/Luxusklasse steuerfrei gestellt wird und dass es wieder Wohnbauförderung in Form von zinsfreien oder zinsgünstigen Darlehen gibt. Das stelle ich mir nicht mal besonders schwierig vor. Eine entsprechende Interessengemeinschaft könnte auch so etwas wie eine “Bausparkasse” entwickeln. Ein Teil der Mitglieder zahlt Geld ein, während andere dieses Geld als Kredit bekommen, damit Baustoffe kaufen können und mit möglichst viel Eigenleistung und Nachbarschaftshilfe ihre Häuser so preisgünstig wie möglich bauen können. Später werden dann die nächsten Bauherren mit günstigen Krediten unterstützt und so weiter, bis jede Familie (die das möchte) Wohneigentum hat.
Hi,
hier habe ich einen kleinen Text zum Thema (zumindest indirekt): http://freiebildung.wordpress.com/2010/03/10/freiheit-oder-zwang/
Ich gebe Dir vollkommen Recht, wir haben bei dieser Lösung Probleme mit:
1.) Veränderung in Bevölkerungszahl
2.) Varianz in Ertragsfähigkeit
3.) Qualität des Bodens
4.) Enteignungen
Punkt 2 und 3 wurde z.B. von Benjamin Tucker untersucht. Punkt 4 müsste erst nachweisen, dass das Privileg mancher Menschen mehr Grund als z.B. 5000qm in Deutschland zu besitzen, die Benachteiligung von anderen nichts oder fast nichts an Grund zu besitzen überwiegt. (Historisch ist es meiner Meinung nach nicht zu rechtfertigen)
Punkt 1 ist komplex und muss noch näher untersucht werden.
Dennoch ist die Grundidee gerecht, und wenn ich Dinge, wie BGE oder Steuerfreiheit bis zu einer gewissen Höhe begründe, würde ich sie immer nur als Kompromiss mit diesem gerechten Ziel begründen.
Leider scheitert das Konzept an der hohen Weltbevölkerung. Jeder Mensch hätte für Nahrung nur 1,4 Hektar zur Verfügung bei gerechter Aufteilung weltweit. Das würde zum Leben allerdings nicht reichen geschweige denn noch zum Hausbauen. Diese Zahl habe ich aus dem Film unsere Erde
Hast Du es auch nachgeprüft? Wie setzt sich diese Zahl wirklich zusammen? Sind die Meere, die uns ebenfalls Nahrung geben, mitgerechnet worden? Und der Bestand an Wildtieren, die uns ebenfalls als Nahrungsquelle dienen? Und die Insekten, die in bestimmten Ländern als Delikatesse gelten? Verzichten wir auf Kaviar, kann mit den ausgewachsenen Fischen eine Menge von Menschen satt werden. Trau keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!
Und wenn es so wäre, was wäre dann die logische Schlussfolgerung? Dezimierung der Weltbevölkerung durch Umweltkatastrophen, Hunger und Kriege? Bei dieser Lösung glauben wir an unsere Machtlosigkeit und es wird viele Opfer geben. Oder schaffen wir es endlich, unsere Intelligenz einzusetzen, das Bevölkerungswachstum erst mal zu stoppen und dafür zu sorgen, dass die Menschheit wieder ein Maß erreicht, das die Erde verkraftet? Hier in Deutschland sind wir mit der derzeitigen Geburtenrate doch eigentlich auf dem besten Weg. Wir müssten also nur ermitteln, was der Grund dafür ist, und die entsprechenden Bedingungen weltweit verbreiten. Und ich meine auch schon eine Richtung ausgemacht zu haben. In Ländern, in denen Frauen sich aus der Macht und Bevormundung der Männer befreien konnten und ihr eigenes Einkommen erwirtschaften sind die Geburtenraten erheblich zurückgegangen. Hab ich auch nur irgendwo gelesen und noch nicht selbst nachgeprüft, aber ich kann mir gut vorstellen, dass da etwas dran ist.
Die Zahl 1,4 Hektar habe ich auch errechnet. Dabei habe ich die (Landmasse-Meere-Wüsten)/Bevölkerung genommen.
Allerdings ist ein Hektar= 10.000 qm. Auf Selbstversorger-Plattformen habe ich eine Zahl von 500qm für reine Gemüseernährung gefunden (Obstbäume brauchen etwas mehr, Tiere brauchen viel mehr (einzige Ausnahme: Hühner)).
Diese Selbstversorgung beansprucht nur ein paar Stunden in der Woche (es frisst die Freizeit auf).
Für eine 4-köpfige Familie hat man also 5.6 Hektar also 56.000 qm zur Verfügung.
In dicht besiedelten Ländern wie Deutschland sind es nur 5.000 qm pro Person.
Rest der Antwort:
http://freiebildung.wordpress.com/2010/07/22/gerechte-verteilung-der-welt/
Danke für die Info.
Wie wäre es mit der Abschaffung von Währung???
Die Natur bietet uns reichlich und macht es uns vor. In der Natur gibt es kein Geld …und Geld/Währung hat der Mensch erfunden, aber wofür??? Alles dreht sich nur um das Geld. Das Geld regiert unser Dasein und vor Allem unser Denken.
Geld war ursprünglich ein sehr sinnvolles Tauschmittel. Erst die Gier und Spielsucht der Menschen hat es zu dem gemacht, was es heute ist. Ich würde es wundervoll finden, wenn die Menschheit ganz ohne Tauschmittel auskäme. Wenn tatsächlich von allem genug für alle da wäre und alle sich davon nur das nehmen würden, was sie wirklich brauchen. Sollen wir an diesem Ziel arbeiten?
Hi,
ich möchte gerne über ein neues Buch zu einer besseren Welt informieren.
Helmut Saiger (Zukunftsforscher): “Kontakte statt Kulisse. Miteinander gut leben statt nur viel haben.” Es zeigt, wie eine neue Kontaktgesellschaft der reichen Beziehungen und Gemeinschaften aussehen kann.
Wie kann man die persönlichen Kontaktnetze reicher gestalten?
Die Stadt als Raum der Begegnung und des Zusammen Tuns.
Vom Wohlstand zum Wohlfühlstand.
Die Kontaktgesellschaft: ein neuer Vertrag zwischen unvollkommenen Menschen.
Weitere Infos und Textauszüge unter:
http://www.kontakte-statt-kulisse.blogspot.com
Hört sich interessant an. Ich würde das Buch gerne mal lesen. Bekomme ich das jetzt günstiger, wenn ich so schön Werbung dafür mache, hier?
Hi perfectlearning,
werben sollst Du nur, wenn Dir das Buch wirklich gefällt und Du der Meinung bist, dass es den anderen auch was bringen könnte. Ich hab meine Seele da rein geschrieben. Helmut
So habe ich es ja auch vor. Leider gibt es so viele tolle Bücher zum Thema “Eine bessere Welt” und so wenig Zeit, alle zu lesen – weil ich sehr genau und analytisch lese… ich hoffe, ich komme bald mal dazu. Dann kann ich auch meine Wertung dazu schreiben.
Hi,
ich glaube eine bessereWelt fängt schon im kleinen an. Ein wenig mehr wir und weniger ich – ein wenig mehr danke, bitte, guten Tag und auf Wiedersehn tragen zur gegenseitigen Wertschätzung bei. Egal ob “Bankvorstand” oder auch “Toilettenfrau” jeder hat das verdammte Recht, anständig von seinen Mitmenschen behandelt zu werden!!
Erst wenn wir alle anfangen das richtig zu begreifen, können wir GEMEINSAM an größeren Zielen für eine Bessere Welt arbeiten. Das heißt aber nicht das nun jeder auf den anderen warten soll – jeder kann Zeichen setzen! Wie doncish es in seinem Kommentar richtig festgestellt hat:
“Nur ein klitzekleines Beispiel aus dem Alltag: Auch wenn alle über die rote Ampel laufen, ich kann doch stehen bleiben. Auch wenn alle Steuern hinterziehen, ich kann es sein lassen. Ich muss es nur für richtig halten, wollen und dann tun. Das hat mehr mit eigenen Entscheidungen, als mit dem Verhalten anderer oder den Verhältnissen zu tun, denke ich.”
Jeder kann so etwas tun!
Richtig. Wenn wir mit unserem positiven Handeln andere Menschen anstecken, erreichen wir irgendwann den “Tipping Point” und erzeugen eine mitreißende Welle. Aber wir müssen nicht warten, bis alle das richtig begriffen haben. Bereits eine kleine Gruppe derjenigen, die es bereits begriffen haben, können sich zusammen tun und gemeinsam an größeren Zielen für eine Bessere Welt arbeiten. Diesen will ich hier auch eine Plattform bieten, gemeinsam ihre Visionen zu entwickeln, die Umsetzung zu planen und dann auch umzusetzen.
Hallo,
die aktuellen Ereignisse um Fukushima regen mich z.Z. ziemlich auf… wie Du auf Twitter unschwer erkennen kannst.
Doch dann fiel mir Dein Blog wieder ein und ich fragte mich, was kann ich denn positives aus der ganzen Misere ableiten? Naja, eine Vorstellung von einer besseren Welt z.B. !
Auch wenn sowas manchmal schwammig sein mag, den Kritikern möchte ich Deinen ersten Post an’s Herz legen, wäre das beschriebene nur zur Hälfte Realität hätten wir viele unserer heutigen Probleme gar nicht.
Aber zur Sache, aus gegeben Anlass:
…wünsche ich mir eine Welt in der Entscheidungen unter Einbeziehung aller Betroffenen, unter Berücksichtigung der gegenwärtigen & zukünftigen Auswirkungen und frei von Eigennutz und Vorteilsnahme auf Kosten anderer getroffen werden.
So! Nun ist es gesagt, gemeint und geträumt.
Nach dieser Maßgabe gäbe es die nukleare Stromerzeugung garnicht. Stattdessen wohl eine globalisierte Welt einig & friedlich sich entwickelnd.
*Hach*
…wir sollten niemals aufhören zu träumen!
Gruß
Helge (aka HEL_9000)
Hallo Helge,
so furchtbar die Ereignisse dort auch sein mögen, so finde ich, ist daraus doch auch schon wieder “Gutes” entstanden. Viele Menschen weltweit wurden wieder aufgerüttelt und sich jetzt erst wieder der Gefahr bewusst, die da in diesen Atomkraftwerken schlummert.
Ich glaube, dass die Atom-Gegner dadurch gestärkt werden und mehr Zulauf bekommen. Und immerhin ist sogar die Politik inzwischen bereit, die beschlossene Verlängerung der Laufzeiten nochmal auf den Prüfstand zu stellen. Doch was könnten wir denn eigentlich tun? Immerhin bieten unsere Energieanbieter jedem Nutzer Tarife an, die Atom-Strom ausschließen. Auch wenn es dann vielleicht ein bißchen teurer wird wäre das eigentlich der erste Schritt, den wir tun können. Und wir können auch die Unternehmen zwingen, auf Atom-Strom zu verzichten, indem wir nur noch dort kaufen, wo glaubhaft gemacht wird, dass das Unternehmen ebenfalls diese Tarife gewählt hat. Dadurch fließen den Energieunternehmen genügend Mittel zu, die ihnen ermöglichen umweltfreundliche Energieerzeuger zu bauen (z. B. Wind-/Wasser-/Solarenergie) Und wenn keiner mehr Atom-Strom beziehen will – kann man die Atomkraftwerke abschalten.
Ich möchte hier noch einmal darauf hinweisen, dass wir, wenn wir gemeinsam handeln die Macht haben, eine Veränderung herbeizuführen. Denn “Wir sind das Volk” – “Wir sind die Kunden” und wenn wir entscheiden, dass wir keine Atomenergie mehr wollen und auch entsprechend handeln, dann bleibt der Politik und den Energieerzeugern gar keine Wahl mehr, dann müssen sie sich der Macht der Konsumenten bzw. des Volkes beugen.
Hallo
Bin via Twitter auf diese Seite gekommen. Im Vergleich zu meinem düsteren Blog herrscht hier ja lauter Fröhlichkeit – auch wenn wir vielleicht die gleichen Anliegen haben.
Nun, ich gehe davon aus, dass sich jede und jeder zuerst ein sehr realistisches Bild über den wirklichen Zustand der Welt und der Menschen machen sollte, bevor man Visionen umsetzen kann. Visionen könnten sich sonst leicht als wenig hilfreich oder sogar schädlich erweisen. Z.B. eine Welt, in der jeder genug Energie zur Verfügung haben soll, um angenehm leben zu können, wie Du schreibst. Und woher kommt die Energie? Also mir ist viel wichtiger, dass die Art, wie die Energie produziert wird, nicht unsere Lebensgrundlagen zerstört.
Prioritär ist m.E. in diesem Zusammenhang, dass die Grenzen des Wachstums auf einem endlichen Planeten endlich respektiert würden. Ökonomen neigen zur Vision, in Euro und Dollar, also von den Möglichkeiten zur Wertschöpfung, gäbe es keine Begrenzung. Ob dem so ist, darf bezweifelt werden. Sicher sind hingegen die Limiten der noch vorhandenen lebenswichtigen Ressourcen (Öl, Wasser, fruchtbares Land, Meeresfische und diverse andere Rohstoffe), sowie die Begrenzungen der Aufnahmefähigkeit von Abfällen aller Art.
Unsere Situation ist dramatisch, wenn man sie mit dem Zeitraffer betrachtet. Eine wesentliche Rolle spielt das weltweit dramatische Bevölkerungswachstum. Aber in hundert Jahren könnte eine dann schrumpfende Menschheit sich verzweifelt und kulturlos um die letzten Ressourcen prügeln, wenn wir so weiterwursteln.
Positiv denken, das tun leider auch die führenden Zerstörer in den Chefetagen dieser Welt.
Ich denke auch, dass wir Visionen brauchen, um nicht zu resignieren. Aber wichtig finde ich eben doch als Basis eine realistische Bestandsaufnahme unserer Welt.
Schöne Grüße
Tom
Hallo Tom,
ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich das, womit ich mich am meisten beschäftige verstärkt in mein Leben ziehe. Es gibt immer beide Seiten – die düstere und die fröhliche. Ich habe mich erst mal für die fröhliche entschieden und dafür – Visionen zu sammeln. Es sind also nicht allein meine Visionen, sondern die Visionen der Besucher meines Blogs. Ich allein kann ja nicht alles bedenken. Deshalb kommt auch Dein Wunsch mit dazu – und wenn es an die Umsetzung geht, werden wir gemeinsam entscheiden, was machbar ist, ohne unsere wunderbare Erde zu zerstören. Visionen sind vor allem deshalb wichtig, weil wir uns oft schon von vorneherein zu enge Grenzen setzen und uns gar nicht vorstellen können, was wir gemeinsam alles erreichen können. Um also die bestmögliche Lösung zu finden, entwickelt man zuerst eine Vision, wie es sein müsste, wenn alles möglich wäre. Dann schaut man, welche Möglichkeiten es gibt, die Vision umzusetzen und wo man Abstriche machen muss.
Schön, dass es Menschen wie Dich gibt, die an eine bessere Welt glauben und sich auch wünschen und visionieren können. Das gibt mir Hoffnung, danke!
Dankeschön. Visioniere doch einfach mit. Ich sammle hier Visionen von allen, die mitmachen wollen.
Schöne Vision die Wirklichkeit wird. Menschen die diese Vision unterstützen treffen sich jeden Monat in verschieden Regionen Deutschlands, Österreichs und Schweiz unter dem Begriff Bewusst-Treffen. Ich organisiere dies in Hanau (nähe Frankfurt) jeden ersten Mittwoch ab 19.30 Uhr. Es sind alle Interessenten eingeladen teilzunehmen. Mehr auf meiner Homepage unter dem Link http://www.der-bewusstseinswandel.de/nofi/Usersites/Partner_and_Friends_506698.htm
HERZLICH(S)T Klaus
Hört sich gut an. Werde mal sehen, ob ich da mal dabei sein kann.